
In Anwesenheit von rund 250 Gästen, darunter Gesundheitssenator Dietrich Wersich, wurde am 8. Oktober 2008 der neue Standort der Facharztklinik Hamburg neben dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) eingeweiht. Am neuen Standort in der Martinistraße 78 stehen den 70 Belegärzten der Klinik mit ihren 90 Betten 3.700 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Davon entfallen allein 500 Quadratmeter auf sechs hochmoderne OP-Säle, die allesamt dem neuesten Standards der Medizintechnik entsprechen.
„Die Eröffnung der Facharztklinik ist ein wesentlicher Schritt zur Weiterentwicklung der Krankenhausstruktur und zur Stärkung des Gesundheitsstandortes Hamburg“, so Gesundheitssenator Dietrich Wersich in seinem Grußwort. „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen ist es mit dem Zusammenschluss zweier renommierter Kliniken gelungen, durch die Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung ein besonderes Angebot zu schaffen. Von der Aufnahme über die Operation bis zur Nachbetreuung sind Patientinnen und Patienten stetig in der Betreuung ihres vertrauten Arztes.“
Insgesamt bedeutet der Schritt eine Stärkung des Medizin-Standortes Martinistraße. Durch die Kooperation zwischen Facharztklinik und UKE wird die medizinische Versorgung optimiert und das Serviceangebot erweitet. Die enge Zusammenarbeit bietet beiden Kliniken zudem wirtschaftliche Vorteile. Beide Häuser können sich auf ihre Stärken konzentrieren und sich gegenseitig ergänzen. Während das UKE seinen Schwerpunkt in der High-End-Medizin sieht, ist die Facharztklinik auf die Behandlung häufig vorkommender Erkrankungen spezialisiert. Patienten der Facharztklinik profitieren künftig von der räumlichen Nähe zum UKE. Denn im Falle von unerwarteten Komplikationen kann so ein Höchstmaß an medizinischer Versorgung gewährleistet werden. Auf der anderen Seite kann die Facharztklinik einen Beitrag zur ärztlichen Aus- und Weiterbildung am UKE leisten. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht ergeben sich Synergien, die Facharztklinik profitiert von den günstigen Beschaffungskosten des UKE, das z.B. wiederum seine Serviceunternehmen besser auslasten kann.
Im September 2007 begannen die Umbauarbeiten an der ehemaligen UKE-Hautklinik. Der markante Eingangsbereich, geplant vom Architekturbüro Henke & Partner, verleiht dem bestehenden Gebäude einen eigenständigen Charakter und weist gleichzeitig den Weg in die Klinik. Weite Teile des Gebäudes wurden grundlegend saniert, andere renoviert. Im Erdgeschoss befinden sich neben dem großzügigen OP-Trakt die Aufnahme, sowie Verwaltungs- und Funktionsräume. Drei Stationen verteilen sich auf die oberen Stockwerke. Die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz investierte knapp 16 Millionen Euro in die Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen.
Die Facharztklinik Hamburg wurde bereits Anfang 2005 gegründet. Die Aufnahme in den Krankenhausplan Hamburgs mit 90 Betten erfolgte zum 1. Juni 2005. Nach Abschluss der langwierigen Budgetverhandlungen hatte die Klinik zum 1. Januar 2006 ihren Betrieb an den Standorten Michaelis und Beim Andreasbrunnen aufgenommen. Im Juni 2006 wurde die Konzentration der Leistungen zunächst am Standort Michaelis Krankenhaus vollzogen.
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