Keine Angst vor MRSA

Seit 2011 ermitteln wir in der Facharztklinik Hamburg das persönliche Risiko auf MRSA und seit letztem Jahr auch auf 4MRGN. Dies geschieht mittels eines mit dem Institut für Hygiene und Umwelt entwickelten standardisierten Fragebogens in der Pflegesprechstunde einige Tage vor der Aufnahme. MRSA, genau Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus sind multirestistente Keime, 4MRGN sind multiresistente gramnegative Bakterien, die gegen die vier gängigsten Antibiotika-Gruppen resistent sind.

Insgesamt 5.317 von 47.474 Patienten hatten in der Zeit von 2011 bis 2017 gemäß unserer Kriterien ein erhöhtes Risiko. Daraufhin wurde ein Abstrich gemacht und im Labor untersucht. 61 Patienten, also insgesamt nur 1,1% der untersuchten Patienten, waren tatsächlich mit einem MRSA besiedelt und konnten nach erfolgreicher medikamentöser Behandlung zur OP in der Facharztklinik Hamburg aufgenommen werden. 2017 wurden bei 1.054 Patienten ein Abstrich gemacht, 9 Patienten (0,9%) waren mit MRSA besiedelt.

Die Facharztklinik Hamburg folgt mit dem Verfahren den Vorgaben des MRE-Netzwerkes der Stadt Hamburg und setzt eine Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) um.

Warum ist das Ganze eigentlich so gefährlich?

Viele Menschen sind Träger der oben beschriebenen Keime, ohne es zu wissen, weil sie gesund sind und keine Beschwerden haben. Durch ein geschwächtes Abwehrsystem oder eine Operation können die Keime einen Weg in die inneren Organe oder die Blutbahn finden und eine Infektion auslösen. Die Infektionen sind durch die Resistenzen auf die meisten Antibiotika-Gruppen schwer behandelbar, langwierig und für geschwächte Patienten gefährlich.

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