Facharztklinik persönlich – Frau Ilona Carassco Pirard

P.s. das Bild wurde “Vor-Corona-Zeiten” aufgenommen

#Facharztklinik persönlich – Frau Ilona Carrasco Pirard

Unter der Rubrik „Facharztklinik persönlich“ präsentieren wir Ihnen immer wieder Menschen, die in der Facharztklinik arbeiten.

Wir freuen sehr, dass wir Ihnen nun mit Frau Carrasco Pirard eine der Mitarbeiterinnen vorstellen dürfen, die sich in den letzten Wochen noch mehr als sonst mit großem Einsatz um den Schutz und die Sicherheit unserer Patient/innen und Mitarbeiter/innen gekümmert hat.

Frau Carrasco Pirard, seit wann sind Sie in der Facharztklinik Hamburg tätig und welche Tätigkeit üben Sie aus:

Ich arbeite seit 2011 als Krankenschwester in der Facharztklinik Hamburg.Seit 2016 bin ich neben meiner Tätigkeit auf der Station C auch mit einer halben Stelle als Fachkrankenschwester für Hygiene (HFK) und Infektionsprävention beschäftigt.

Welche Ausbildung haben Sie absolviert, damit Sie in der Funktion arbeiten können?

Von 2013 bis 2015 habe ich die Fachweiterbildung zur Fachkrankenschwester für Hygiene und Infektionsprävention von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz absolviert.

Was schätzen Sie an der Facharztklinik?

Ich schätze die kurzen und persönlichen Dienstwege, die nicht vergleichbar sind mit einer großen Klinik. Außerdem bin ich hier als Fachkrankenschwester für Hygiene nicht für einen Bereich/eine Station zuständig, sondern für 10 unterschiedliche Fachabteilungen. Ich arbeite gerne in der Facharztklinik Hamburg, weil durch die lange Betriebszugehörigkeit vieler Mitarbeiter und auch Operateure eine besonders familiäre und nette Atmosphäre herrscht. Das spüren natürlich auch unsere Patienten.

Was machen Sie zur Entspannung?

Ich lese gerne, am liebsten „Ostfriesenkrimis“. Ich versuche, seitdem wir es dürfen so oft es geht mit meinem Mann und Sohn zu unserem Dauercampingplatz an die Ostsee zu fahren.

Wie erleben Sie die Corona-Zeit?

Das Virus ist neu und bisher unbekannt. Es ist eine spannende aber auch anstrengende Zeit. Das Hygienemanagement der Klinik wird durch die Vorgaben des RKI regelmäßig (zwischendurch auch mehrfach am Tag) angepasst und die Empfehlungen in der Facharztklinik umgesetzt. Seit Mitte März setzt sich das Krisenteam der Facharztklinik täglich, seitdem die Infektionszahlen nur noch moderat steigen, in größeren Abständen regelmäßig zusammen und bespricht die Situation und die nötigen Maßnahmen.

Können Sie uns kurz ein paar Maßnahmen erläutern:

Wir versuchen erst gar keine Covid 19 erkrankten Patienten in der Facharztklinik Hamburg aufzunehmen. Aus diesem Grund weisen wir darauf hin, dass Patienten die Symptome haben wie Fieber, Husten, Schnupfen, Niesen, Halsschmerzen, Heiserkeit aufweisen oder an anderen ansteckenden Krankheiten leiden, Kontaktpersonen von Covid 19-Patienten sind oder in den letzten 14 Tagen im Ausland waren, die Klinik gar nicht erst betreten. Alle Patienten sollen beim Betreten der Klinik Ihre persönliche Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) tragen. Es wird bei allen Patienten vor der stationären Aufnahme eine Testung in Form eines Rachenabstrichs auf Covid 19 durchgeführt.

Bei der stationären Aufnahmen erhalten die Patienten einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) für die Dauer Ihres Aufenthaltes. Diesen sollen die Patienten immer dann tragen, sobald Sie sich in der Klinik bewegen oder nicht alleine im Patientenzimmer sind. Wir bedauern auch, dass derzeit keine Patienten-Besuche auf den Stationen möglich sind. Aber die allermeisten Patienten haben dafür vollstes Verständnis, denn es dient ja vor allem ihrem Schutz.

Viele Patienten haben aktuell Angst, sich im Krankenhaus behandeln zu lassen, können Sie den Patienten diese Angst nehmen?

So viele Schutzmaßnahmen wie im Krankenhaus werden sie nirgendwo finden. Wir müssen uns wohl auf ein Leben mit Covid 19 und den damit verbundenen Einschränkungen einstellen. Ich kann ihnen aber versprechen, dass wir das Bestmögliche tun, um unsere Patienten, aber auch unsere Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit Covid 19 zu schützen. Und bisher ist uns das gut gelungen. Wir hatten beim Personal und bei den Patienten bislang keinen einzigen Fall.

Vielen Dank Frau Carrasco Pirard !

Aktuelle Hinweise für unsere Patientinnen und Patienten zum Thema Coronavirus

Abteilung Wirbelsaeulen-Chirurgie

Zertifizierung als Wirbelsäuleneinrichtung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG)

Zertifizierung als Wirbelsäuleneinrichtung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG)

Sich an der Wirbelsäule operieren zu lassen, löst bei den meisten von uns ein mulmiges Gefühl aus. 24 freie Wirbelkörper, Kreuz- und Steißbein und 23 Bandscheiben sorgen dafür, dass wir eine aufrechte Körperhaltung haben und dabei beweglich bleiben. Außerdem schützt die Wirbelsäule das Rückenmark. Der menschliche Rücken wird im täglichen Leben wie kaum ein anderer Körperteil belastet. Deswegen ist die Wirbelsäule auch besonders anfällig für Funktionsstörungen, auch wenn kein genetischer oder unfallbedingter Defekt vorliegt. Das Behandlungsspektrum der niedergelassenen Wirbelsäulenexperten der Facharztklinik Hamburg reicht dementsprechend von der Schmerztherapie bis hin zum Bandscheibenersatz. Damit generiert die Facharztklinik Hamburg im Rahmen dieser Zentrumsarbeit klinische Erfahrungen mit jährlich ca. 10.000 Patienten, von denen erfreulicherweise nur ca. 4 % an der Wirbelsäule operiert werden müssen.

Um dies in guter Qualität anbieten zu können, bedarf es nicht nur guter Operateure, sondern vieler anderer personeller, technischer und organisatorischer Voraussetzungen.

Diese gute Qualität haben wir von der DWG im Rahmen eines Audits am 23.8.2019 überprüfen lassen. Geprüft wurden u.a.:

  • standardisierte Verfahrensanweisungen und Behandlungsabläufe im OP, in der Pflege und der Physiotherapie, die natürlich trotzdem an jeden Patienten individuell angepasst werden
  • standardisierte Abläufe in der Hygiene
  • regelmäßige Besprechungen in der Fachgruppe
  • regelmäßige M+M-Konferenzen, in denen anonymisiert in der Fachgruppe Behandlungsablaufe und mögliche Abweichungen vom Standard diskutiert werden
  • Teilnahme am Register der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Fachgruppen der Facharztklinik und externen Kooperationspartner, z.B. dem UKE

Wir haben das Audit erfolgreich absolviert und sind nun als Wirbelsäuleneinrichtung der DWG zertifiziert. Darüber freuen wir uns sehr und bedanken uns bei allen Beteiligten.

Klinik der Fachärzte weiter auf Erfolgskurs

„Klinik der Fachärzte weiter auf Erfolgskurs“

Haben Sie es gesehen?

In der vergangenen Woche ist die neuste Ausgabe des Hamburger Ärztemagazins erschienen. Auf den Seiten 28. und 29. wurde ein Interview über die Themen Sicherheit im Krankenhaus, Patientenzufriedenheit und unter anderem unserem neuen Terminservice mit den beiden Geschäftsführern der Facharztklinik Hamburg, Herr Dr. med. Torsten Hemker und Herr Christian Ernst geführt. Das Magazin zum Nachlesen finden Sie hier: Hamburger-Ärztemagazin-November-2018

Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie in einem Krankenhaus behandelt werden müssen?

Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie in einem Krankenhaus behandelt werden müssen?

Diese Frage stellen wir uns jeden Tag. Und jeden Tag geben wir, das Team der Facharztklinik Hamburg unser Bestes.

Dass dies von den Patientinnen und Patienten wahrgenommen wird, zeigen die Ergebnisse der hamburgweiten Patientenbefragung 2017, die nun im Hamburger Krankenhausspiegel veröffentlicht wurden.

Danach gehört die Facharztklinik Hamburg erneut zu den Hamburger Kliniken mit der höchsten Patientenzufriedenheit. Die Facharztklinik hat als eines von 22 Hamburger Krankenhäusern 2017 die Zufriedenheit ihrer Patienten untersuchen lassen. Rund 31.500 Patienten wurden nach ihrem Krankenhausaufenthalt angeschrieben, mehr als 13.300 haben an den Befragungen teilgenommen. Wir haben insgesamt 400 Patienten nach einem standardisierten, anonymisierten Verfahren angeschrieben. Knapp 54% haben teilgenommen.

Insgesamt wurden 15 Fragen gestellt, u.a.:

  • Würden Sie das Krankenhaus Ihren Freunden und Bekannten weiterempfehlen?
  • Wie gut war das Aufnahmeverfahren des Krankenhauses organisiert?
  • Wurden Sie durch das Pflegepersonal gut informiert?
  • Waren Sie mit dem Essen zufrieden?
  • Wie beurteilen Sie den Behandlungserfolg?

Die Facharztklinik hat in der Frage zum Zeitpunkt der Entlassung den besten Wert aller Hamburger Krankenhäuser erreicht. In 7 Kategorien, und zwar allen Fragen zur ärztlichen Versorgung, zum Behandlungserfolg, zur Erreichbarkeit der Pflege und zum Essen und zur Sauberkeit haben wir jeweils die zweitbeste Bewertung erhalten. In drei weiteren Kategorien gab es den drittbesten Wert.

Erfreulich ist auch, dass die Patientenbewertung der Facharztklinik in 9 Kategorien im Vergleich zur hamburgweiten Befragung 2014 gestiegen ist.

Wir nutzen die Ergebnisse der anonymen Patientenbefragung um Verbesserungspotenzial zu erkennen und daraus Maßnahmen abzuleiten. So haben wir z.B. aus der Patientenbefragung 2014 die Organisation der Patientenentlassung überarbeitet und die Prozesse optimiert.

Was wir noch für unsere Qualität machen, lesen Sie hier.

Keine Angst vor MRSA

Seit 2011 ermitteln wir in der Facharztklinik Hamburg das persönliche Risiko auf MRSA und seit letztem Jahr auch auf 4MRGN. Dies geschieht mittels eines mit dem Institut für Hygiene und Umwelt entwickelten standardisierten Fragebogens in der Pflegesprechstunde einige Tage vor der Aufnahme. MRSA, genau Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus sind multirestistente Keime, 4MRGN sind multiresistente gramnegative Bakterien, die gegen die vier gängigsten Antibiotika-Gruppen resistent sind.

Insgesamt 5.317 von 47.474 Patienten hatten in der Zeit von 2011 bis 2017 gemäß unserer Kriterien ein erhöhtes Risiko. Daraufhin wurde ein Abstrich gemacht und im Labor untersucht. 61 Patienten, also insgesamt nur 1,1% der untersuchten Patienten, waren tatsächlich mit einem MRSA besiedelt und konnten nach erfolgreicher medikamentöser Behandlung zur OP in der Facharztklinik Hamburg aufgenommen werden. 2017 wurden bei 1.054 Patienten ein Abstrich gemacht, 9 Patienten (0,9%) waren mit MRSA besiedelt.

Die Facharztklinik Hamburg folgt mit dem Verfahren den Vorgaben des MRE-Netzwerkes der Stadt Hamburg und setzt eine Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) um.

Warum ist das Ganze eigentlich so gefährlich?

Viele Menschen sind Träger der oben beschriebenen Keime, ohne es zu wissen, weil sie gesund sind und keine Beschwerden haben. Durch ein geschwächtes Abwehrsystem oder eine Operation können die Keime einen Weg in die inneren Organe oder die Blutbahn finden und eine Infektion auslösen. Die Infektionen sind durch die Resistenzen auf die meisten Antibiotika-Gruppen schwer behandelbar, langwierig und für geschwächte Patienten gefährlich.

„Wenn Schweigen gefährlich ist“

„Wenn Schweigen gefährlich ist“

Wir schweigen nicht, sondern reden miteinander und mit Ihnen.

Heute findet zum 3. Mal der Internationale Tag der Patientensicherheit statt. Die Facharztklinik Hamburg ist Mitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS). APS arbeitet mit Verbänden, Fachgesellschaften, Forschungsinstituten, Krankenkassen und Patientenorganisationen zusammen und wird unterstützt vom Bundesgesundheitsministerium. Die Zusammenarbeit dient dem fachlichen Austausch und führt Aktionen und Kampagnen zur Verbesserung der Patientensicherheit im Gesundheitswesen in Deutschland durch. Das diesjährige Motto „Wenn Schweigen gefährlich ist“ soll darauf hinweisen, wie wichtig es ist, miteinander und sicher zu kommunizieren.

Wir möchten Ihnen aufzeigen, was wir in unserer Klinik für unsere Gesprächskultur und Patientensicherheit machen, damit erst gar keine Fehler entstehen.

  • In unserem Leitbild haben wir unsere Ziele hinterlegt, wie wir die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Patienten erfüllen und die Patientensicherheit stärken.
  • In unserem „Facharztklinik-Knigge“ wurden von den Mitarbeitern mit der Geschäftsführung gemeinsam Leitlinien für die interne und externe Kommunikation erarbeitet. Dort haben wir auch unsere Leitlinien zum Umgang mit möglichen Beschwerden hinterlegt.
  • Es gibt in der Facharztklinik ein umfangreiches Qualitätsmanagement, in dem standardisierte Checklisten und Arbeitsanweisungen für alle patientennahen Tätigkeiten hinterlegt sind.
  • Sie bekommen als Patienten auf Station ein Namensbändchen, hiermit können wir Sie die ganze Zeit lang identifizieren, auch wenn Sie z.B. durch die Narkose noch nicht ganz wach sind.
  • Bei jedem Dienstwechsel werden Teambesprechungen durchgeführt. Dabei wird jeder einzelne Patient und seine Besonderheiten besprochen.
  • Unsere Mitarbeiter nehmen regelmäßig an internen und externen Schulungen, insbesondere an Kommunikationsschulungen teil.

 

Die Maßnahmen sind im Ergebnis auch messbar. Dies bekommen wir durch regelmäßige Audits und die Auszeichnung durch die GRB (Gesellschaft für Risikobewertung) bestätigt. Von bundesweit 28 bisher geprüften Kliniken, waren wir die erste mit der Note „sehr gut“. Die Welt hat darüber einen Artikel veröffentlicht.